#LLP-WoW – „Booster – Wie viel Boost ist gut?“

Booster – Wie viel Boost ist gut?

Man sieht es als Betreuer immer wieder, Spieler kommt zum Spiel oder zum Krafttraining, macht die Tasche auf und ein Arsenal an Döschen und Packungen ist am Start. Die gängigen Mittel: Koffein; Guarana; Epiphredin; Kreatin und einfach BCAAs bzw. Proteine.

Weil dieses Supplement Thema so groß ist werden wir über die nächsten Wochen immer mal wieder einen Artikel dazu verfassen. In dieser Woche dreht sich alles um die „Aufputschmitteln“ – werfen wir also einen Blick auf KoffeinGuarana, Epiphedrin und wie sich diese „Hilfsmittel“ eigentlich mit uns als Athleten und unserem Sport vertragen.

Fangen wir mit der Wirkung von diesen Stoffen an. Die Pharmazeuten unter uns werden mich zwar töten wollen für diesen Satz, aber alle drei Stoffe haben grundsätzlich die gleiche Wirkung. Der größte Unterschied zwischen den Substanzen liegt größtenteils bei der Dauer der Wirksamkeit. Alle drei Substanzen sorgen dafür, dass unser Stoffwechsel schneller abläuft und wir uns dadurch Leistungsfähiger fühlen. Folglich sind wir wacher, ermüdungsresistenter und gefühlt stärker. Na, das klingt doch erst mal super, oder? Jeder will ja stärker, schneller und besser sein.
Im American Football sehe ich am Gameday aber öfters Wirkungen, welche ich eher als negativ ansehe. Grob gesagt sind 75% aller Spieler extrem aufgeregt. Unser Nervensystem reagiert damit auf diesen psychischen Stress mit höherem Puls und Ausschüttung von Stresshormonen. Allein die Ausschüttung dieser körpereigenen Stoffe sollten jedem Athleten ausreichen um eine bessere Performance auf dem Platz abzuliefern. Hört sich komisch an, ist aber so, unser Körper hat seine körpereigenen Booster nämlich selber an Bord, und dass sogar kostenfrei!

Nimmt der Athlet jetzt zusätzlich noch Booster – Präparate, steigt die Herzfrequenz weiter an ohne überhaupt einen Schritt auf dem Spielfeld gemacht zu haben. Ich rede da aus meinen Erfahrungswerten von 110 -130 Schlägen pro Minute. Fängt dann das Warm – Up an ist der Puls bei ca. 140 – 150 beats per minute (bpm) und nach den ersten Plays eventuell geschätzt bei über 160 bpm, vielleicht auch viel höher. Gerade jetzt, wo der Sommer Einzug gehalten hat könnt Ihr den Level eher weiter oben ansetzen.

Das Herz schlägt also viel mehr als es eigentlich müsste und 160bpm sind schon für die meisten Hobbysportler die Grenze. Auf so einen Stress reagiert jeder Sportler anders, entweder kann er damit umgehen oder er fällt in einen „Rausch“ – der übliche Tunnelblick ist ein Zeichen dafür –  oder der Körper sagt „NEIN“ und  der Spieler geht sich kurz hinter einem Baum übergeben. Die beiden letzten Zustände sind beide negativ anzusehen, da der Körper eher mit sich selbst zu kämpfen hat als sich auf die eigentlichen Aufgaben zu konzentrieren.

Meine Überzeugung – für einen Spieltag könnt Ihr Euch 1 – 2 Kaffee trinken oder die Koffeinmenge dafür umrechnen und es supplementierend einnehmen. Jedoch. solltet Ihr einen Tunnel oder gar Übelkeit merken seid Ihr schon weit über das Ziel hinausgeschossen.

Nun zur Wissenschaft hinter diesem Thema. Hilft Koffein und Gurana überhaupt bei der Leistungssteigerung? Alle sagen ja immer, dass sie dann besser trainieren können. Also muss doch was dahinter stecken.
Der Autor JP Morton rät in seinen Ausarbeitungen 2-3 mg Koffein pro Kilogramm Körpergewicht 30-60 min vorher einzunehmen. Bei einem 100 Kilo Athleten wären das folglich 250 mg Koffein. In einer 0,2 L Tasse Bohnenkaffe sind ca. 100mg Koffein.
Für den Athleten bedeutet dies ca. 2 große Tassen Kaffee zu trinken. Optimal eine 60 Minuten Pre – Game und eine 30 Minuten Pre -Game.

Desweiteren steigern genügend Kohlenhydrate, Rote -Beete Saft, Antioxidantien die Ausdauer von Athleten. Über den mysteriösen Rote Beete Saft folgt dann demnächst eine #LLP – WoW.
Wie schauen denn Eure Booster so aus?

Ich hoffe Ihr hattet Spaß beim lesen! Falls es weitere Fragen zu dem Thema gibt stehe ich Euch gerne zur Verfügung.

Euer David

Quellen:
– Morton JP. et al.: Aspire Sports Medicine, 2016
– Close J. et a.: FRBM, 2016