#LLP-WoW – Taping Chaos am Gameday? (Part 2)

Taping Chaos am Gameday? (Part 2)

In der letzten Woche haben wir das Thema Ankle Sprain ausführlich behandelt. Eine gute Möglichkeit dem präventiv entgegen zu wirken war das „Tapen der Fußgelenke“.

Den Ball wollen wir in dem Artikel aufnehmen und bringen im heutigen Thema mal etwas für Vorstand, Coaches und Spieler. Eine der wohl interessantesten und häufig diskutierten Themen an jedem Spielwochenende. Wie organisiere ich das Taping, so dass der Zeitplan und das Budget nicht aus den Nähten platzt?
Jeder kennt es, der Physiotherapeut kommt um die Ecke und schon stehen 25 Spieler an der Bank und wollen Füße, Finger und Handgelenke getapet bekommen. Die Hälfte davon denken sie brauchen etwas, obwohl alles okay ist. Die andere Hälfte braucht den Style-Factor, ganz nach dem Motto “ Feel good, Play good“.
Den Coaching Staff bringt es dann zur Weißglut wenn sich eine lange Schlange bildet und man schon weiß, dass man den Zeitplan für den aktuellen Gameday eigentlich schon über Bord werfen kann.  Dazu kommt, dass gern Taperollen einfach „entführt“ werden um Jerseys, Schuhe oder Handgelenke zu tapen, was dann wieder auf das Budget des Vorstandes drückt, da Tape nicht gerade preiswert ist.

Nur wie schaffe ich mir einen Master -Plan?

Plan 1: Lasst durch den Physiotherapeuten oder einen geschulten Coach beim letzten Training vor dem Gameday eine „Tapeliste“  erstellen. Dabei wird dann geschaut was und WARUM der Spieler getapet werden muss. Spätestens wenn Ihr einen Spieler fragt weshalb er getapet werden möchte, kommt oft ein „Ähm“ und mindestens 50%  der Antworten sind „Weil, bla, bla bla…“. Damit habt Ihr die ersten Styler, Hypochonder und die Fraktion „Das ist doch immer so!“ schon von der Liste.
Weiter dann, die Restlichen, die wirklich Tape brauchen, am besten in Gruppen einteilen. Hier würde ich aus eigener Erfahrung Specialists, Starter und dann den Rest tapen, je nach dem wann die Gruppen auf dem Platz stehen sollen. So haltet Ihr den Zeitplan ein und den Stress niedrig.

Plan 2: Wie oft musste ich miterleben, dass sich der 3rd oder 4th String einer Position beide Sprunggelenke tapen lassen wollte, weil er Angst hat umzuknicken. Mal abgesehen davon was ich in Part 1 Tape geschrieben habe, muss man sich fragen, ist es nötig einen Spieler der wahrscheinlich gar nicht spielt oder vielleicht zwei Plays bekommt, so zeit-intensiv und kosten-intensiv zu tapen? Der Vorstand wird Euch danken.

By the way: Pro Sprunggelenk braucht man ca. 75% einer Taperolle.

Plan 3: Lasst durch euren Physio des Vertrauens einen kleinen Crash – Kurs in Hand-/ Fingertape geben, sodass sich die Spieler nicht halb die Gefäße abklemmen. Vorteil der Physiotherapeut wird entlastet und die Spieler sollten ruhig immer ein wirksames und günstiges Tape im Repertoire haben, was ebenfalls für das Training sehr hilfreich ist. Die Rollen können dann ruhig schlechtere Qualität haben und für einen Obulus abgekauft werden.

Ich kann aus eigener Erfahrung sagen, dass „Sportphysiotherapeut Da – Sein“ hat auch seine nicht so schönen Seiten, daher bitte wascht Euch die Füße, rasiert Euch im Taping – Gebiet und nach dem Spiel ruhig einfach mal „Danke!“ sagen.

Ich hoffe, dass Thema hat Euch gefallen, heute mal „in eigener Sache“. In der nächsten Episode des #LLP-WoW werden wir uns tiefer mit dem Thema „Booster“ auseinander setzen.

Freut Euch drauf.

Euer David #LLP -WoW